Fotos aus Hamburg

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HDR

HDR

High Dynamic Range, kurz HDR, ist eine fotografische Technik, die, wenn sie richtig angewandt wird, dramatisch wirkende Bilder hervorbringt. Starke Kontraste und leuchtende Farben zeichnen HDR-Fotos aus. Die Technik bietet sich besonders bei Szenen und Motiven an, bei denen sowohl sehr helle Lichter, als auch sehr dunkle Schatten vertreten sind. Ich verwende HDR oft, um bei Sonnenuntergängen direkt in die Sonne fotografieren zu können. Aber auch für Nachtfotos, bei denen die Dunkelheit der Nacht mit den hellen und bunten Lichtern der Stadt kombiniert wird, greife ich oft und gerne auf HDR-Fotografie zurück.

Die große Herausforderung für die Kamera beim fotografieren von Szenen mit hohem Kontrastumfang besteht darin, dass der Sensor nur einen sehr begrenzten Abstand zwischen hell und dunkel einfangen kann. Alles, was zu dunkel ist, wird auf dem Foto schwarz, alles was zu hell ist wird weiß. Wenn man Pech hat, besteht ein Sonnenuntergangs-Foto aus einem großen weißen Bereich im Himmel und einem großen schwarzen Bereich im Vordergrund.

Spätestens seit der Erforschung der digitalen Fotografie lässt sich dieses Problem jedoch mit technischen Hilfsmitteln umgehen. Man macht dazu mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und fügt sie hinterher am Computer zu einem einzigen Bild zusammen. Ich mache in der Regel drei, manchmal auch fünf einzelne Aufnahmen. Angefangen mit einer sehr kurzen Belichtungszeit, um den Himmel bzw. andere helle Lichter einzufangen bis hin zu längeren Belichtungszeiten, die auch noch Details abbilden können, die sonst in Schatten verschwunden wären.

Die so zusammengefügten Bilder wirken zunächst meist noch sehr eintönig und leblos. Sie bilden aber eine sehr gute Grundlage für eine digitale Nachbearbeitung, durch die Farben und Kontraste wieder hergestellt werden können, um ein Bild zu erzeugen, das mehr der Wirkung der wirklichen Szene entspricht. Natürlich bieten sich hier auch vielfältige Möglichkeiten, die Farben und den Kontrast deutlich stärker zu erhöhen als es noch realistisch wäre. Gerade diese Freiheit macht die HDR-Fotografie für mich besonders spannend.

Ich bin, wie man wahrscheinlich auf den Bildern hier sehen kann, ein großer Fan von starken Kontrasten und leuchtenden Farben. Für die Nachbearbeitung von HDR-Bildern lasse ich mir immer sehr viel Zeit. Es ist selten, dass ein Foto in weniger als einer Stunde fertig bearbeitet ist. Acht Stunden sind keine Seltenheit, wenn ich viele kleine Details manuell herausarbeiten muss. In besonderen Fällen habe ich aber auch schön mehr als 20 Arbeitsstunden in ein einzelnes Bild gesteckt.

Dafür erhält man dann hinterher aber auch ein Bild, das man sich sehr gut auf Leinwand drucken lassen kann und dann auf einen Keilrahmen gespannt an die Wand hängen kann. HDR-Bilder wirken besonders gut auf Leinwand, wenn sie Motive darstellen, die viele feine Strukturen beinhalten - beispielsweise Beton oder das Mauerwerk in der Speicherstadt. Bilder mit leuchtenden Farben hingegen entfalten ihre volle Wirkung am besten, wenn sie hinter Acryl gedruckt werden. Die glänzende Oberfläche verleiht den Bildern dabei noch zusätzliche Tiefe.

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