Fotos aus Hamburg

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Netzpython
21. Januar 2016

Netzpython

Netzpythons gehören zu den größten Schlangen, die es gibt. Sie können bis zu 180kg schwer werden und ernähren sich meist von kleinen Säugetieren. Ab und zu fressen sie auch mal größere Säugetiere wie kleinere Schweine oder Menschen.
In Hagenbeck's Tropenaquarium lebt ein Netzpython-Pärchen und kann durch eine Glasscheibe beobachtet werden. Da die Tiere aber eher nachtaktiv sind, gibt es meistens nicht sehr viel Action zu sehen.

Gebirgslori
20. Januar 2016

Gebirgslori

Gebirgsloris sind eine besonders bunte Art von Papageien, die hauptsächlich im Osten Australiens und in Tasmanien vorkommen. In Hagenbeck's Tropenaquarium leben sie zusammen mit den Kattas im Eingangsbereich des Gebäudes, außerhalb irgendwelcher Käfige oder Gehege. Als Besucher kann man den Tieren so aus nächster Nähe zusehen, wie sie mit den im gleichen Bereich lebenden Kattas interagieren oder einfach so durch die Gegend hüpfen und sich mit Zweigen und Blättern beschäftigen.

Ein Katta auf der Stange
19. Januar 2016

Ein Katta auf der Stange

Kattas sind eine Art von Lemuren. In Hagenbeck's Tropenaquarium sind sie so eine Art Maskottchen und sind die ersten Tiere, die einen beim Betreten des Gebäudes begrüßen. Sie können sich hier frei bewegen, ohne in feste Gehege eingesperrt zu sein. Trotzdem sieht regelmäßig ein Tierpfleger nach dem rechten, damit die Kattas keinen Unsinn mit den Besuchern treiben und umgekehrt.

Wie bei vielen anderen Arten von Halbaffen, sind bei den Kattas die Weibchen die dominierenden Tiere. Männchen werden nur geduldet, sind aber nicht Teil der Gruppe. Im Tropenaquarium lebt nur ein einziges Katta-Männchen, das aber entsprechend nicht viel zu sagen hat.
Wie viele andere Arten von Halbaffen auch, zählen die Kattas zu den bedrohten Arten. Ob hier ein Zusammenhang besteht, kann man allerdings nicht genau sagen.

European XFEL
18. Januar 2016

European XFEL

Das Project European X-Ray Free-Electron Laser ist ein neues Forschungsprojekt, das im Moment bei DESY gebaut wird. Es handelt sich dabei um einen Teilchenbeschleuniger, der nicht als Ring, sondern als gerade Strecke gebaut ist. Dazu wurde ein 3,4km langer Tunnel vom DESY-Gelände bis nach Schenefeld gebohrt.
In diesem Tunnel ist ein Teilchenbeschleuniger installiert, der Elektronen erst in gerader Richtung auf annähernd Lichtgeschwindigkeit bringt und sie dann auf eine Zick-Zack-Bahn zwingt. Dabei senden die Elektronen Röntgenstrahlen aus, die die Qualität von Laser-Licht haben und sich dadurch für sehr detaillierte Aufnahmen von Molekülen eignen. Außerdem erzeugt der Beschleuniger sehr kurze Röntgenblitze, so dass hier dann Vorgänge in Viren und Proteinen gefilmt werden können - und das sogar in 3D (allerdings ohne Surround Sound).

Gekostet hat das ganze Projekt 1,22 Milliarden Euro. Das ist mehr als die Elbphilharmonie. Ich finde es faszinierend, dass für Untersuchungen von so kleinen Objekten wie Molekülen so gigantische Gerätschaften nötig sind.
Aufgenommen habe ich das Bild während des DESY Days, dem Tag der Offenen Tür bei DESY. Es haben sich so viele Leute für einen Besuch im Tunnel interessiert, dass man ca. 1 Stunde anstehen musste.

Teilchen-Detektor
17. Januar 2016

Teilchen-Detektor

Ein Teilchen-Detektor steht als Anschauungsobjekt in der HERA Experimentierhalle am Deutschen Elektronen Synchroton DESY. Während des Betriebs des Beschleunigers wurden hier in einem ringförmigen Tunnel Teilchen beschleunigt, bis sie im Inneren des Detektors kollidiert sind. Der Detektor hat dann die Flugbahnen der aus der Kollision entstandenen Bruchstücke aufgezeichnet und vermessen, was Rückschlüsse auf die Ladung und Energie der einzelnen Bestandteile der Teilchen zulässt.

Der Detektor im Bild hat einen Durchmesser von etwa 3 Metern und alle Kabel wurden von Hand verlegt, angeschlossen, getestet und gewartet. Die während der bis 2007 laufenden Experimente gesammelten Daten werden teilweise noch bis heute ausgewertet.

Blick in den HERA-Tunnel
16. Januar 2016

Blick in den HERA-Tunnel

Ein Blick in den Tunnel des Teilchenbeschleunigers HERA, der in 10-25 Metern Tiefe unter Teilen von Altona, der Trabrennbahn Bahrenfeld und dem Volkspark verläuft. Hier wurden verschieden geladene Teilchen im Kreis beschleunigt. Bei annähernd Lichtgeschwindigkeit haben die Teilchen die Tunnelstrecke von 6,3km in nur einer Sekunde 47.000 Mal durchflogen. Sie wurden dann in einer der Experimentierhallen zur Kollision gebracht und mit verschiedenen Detektoren untersucht um Informationen über ihren Aufbau zu gewinnen.

Baubeginn für den Tunnel war im Jahr 1984. Er wurde wie ein U-Bahn-Tunnel gebohrt, so dass kaum oberirdische Baustellen nötig waren. Anders als vor einigen Jahren beim Bau des Large Hadron Colliders in der Schweiz gab es in Hamburg damals wohl auch keine Angst in der Bevölkerung vor der Entstehung schwarzer Löcher oder dem Ende des Universums.

Die Anlage befand sich 15 Jahre lang im Betrieb, ist jedoch seit 2007 stillgelegt, weil sich mit der inzwischen veralteten Technik kaum noch neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Das DESY überlegt, ob sich eine neue Nutzung für die unterirdische Tunnelanlage finden lässt.

Im Tunnel des Teilchenbeschleunigers
15. Januar 2016

Im Tunnel des Teilchenbeschleunigers

Ein Blick entlang des HERA Tunnels am Deutschen Elektronen Synchroton DESY. Der gelbe Kasten ist ein Quadrupol-Magnet, also ein Magnet mit vier Polen. Er diente dazu, die in einem Rohr durch den Tunnel fliegenden Teilchen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Durch das Rohr unten im Bild flogen dann anders geladene Teilchen in entgegengesetzter Richtung, ebenfalls fast mit Lichtgeschwindigkeit.
Irgendwann wurden die Teilchen dann in der HERA Experimentierhalle zur Kollision gebracht. Die dadurch entstehenden Bruchstücke wurden untersucht, um Informationen über den Aufbau von Elementarteilchen, die Entstehung des Universums und den Bau von besseren Teilchenbeschleunigern zu gewinnen.

Inzwischen ist die ganze Anlage stillgelegt. Man braucht heute noch größere, noch stärkere Beschleuniger, um Teilchen mit noch mehr Energie zusammenstoßen zu lassen. Der wohl berühmteste dieser größeren Beschleuniger ist der Large Hadron Collider in der Schweiz.